PV-Anlage in Tirol: Darauf ist zu achten

1 min lesen
Aug 14, 2026, 2:03:49 PM

 

PV-Anlagen und Speicher funktionieren in Tirol grundsätzlich wie überall. Allerdings gibt es aufgrund von Windlast, Schneelast und Hochwasserrisiko besondere Anforderungen an Unterkonstruktion, Module und den Speicherstandort.

PV-Anlagen und Windlasten in Tirol

Warum ist die Windlast im Inntal so ein Thema? Das Inntal ist ein klassisches Föhntal. An starken Föhntagen sind Böenspitzen um 150 km/h keine Seltenheit, in Innsbruck wurden schon über 170 km/h gemessen. Für Dachanlagen im Inntal bedeutet das reale Sogkräfte, die eine Standard-Unterkonstruktion aus dem Flachland oft nicht abdeckt. Welche Windzone für ein konkretes Grundstück tatsächlich gilt, muss standortspezifisch ermittelt werden.

PV-Anlagen und Schneelasten in Tirol

Und wie sieht es mit der Schneelast in höheren Lagen aus? Die Schneelast hängt stark vom genauen Standort und der Seehöhe ab. In einer Tallage wie Haiming liegt sie bei rund 1,6 kN pro Quadratmeter, im Bergort Kappl dagegen bei rund 10 kN pro Quadratmeter, also etwa das Sechsfache. Zur Einordnung, 1 kN pro Quadratmeter entspricht ungefähr 100 Kilogramm Gewicht auf einem Quadratmeter Dachfläche. Die 1,6 kN in Haiming sind also etwa so viel wie zwei Personen, die auf einem Quadratmeter stehen, die 10 kN in Kappl entsprechen ungefähr einer Tonne, dem Gewicht eines Kleinwagens verteilt auf einen Quadratmeter Dach.

Worauf ist bei der Unterkonstruktion zu achten?

Was unterscheidet eine günstige, einfache Unterkonstruktion samt Standardmodulen technisch von Systemen für höhere Schnee- und Windlast? Einfache Unterkonstruktionen haben dünnwandigere Profile, größere Sparrenabstände und weniger Befestigungspunkte pro Modul, weil sie auf Standardlasten im Flach- und Hügelland ausgelegt sind. Lastoptimierte Systeme arbeiten mit verstärkten Profilen, engeren Rastern, zusätzlichen Verstrebungen und mehr Klemmpunkten je Modul, dazu mit statischem Nachweis für hohe Schnee- und Windlastzonen. Bei den Modulen zeigt sich der Unterschied in der Rahmen- und Glasstärke sowie in Zahl und Position der Klemmpunkte. Einfache Module sind oft nur bis rund 2.400 Pa zertifiziert, robustere Ausführungen halten 5.000 Pa und mehr aus. Praktisch bedeutet das mehr Reserve gegen Durchbiegung und Glasbruch bei Schneedruck und gegen Sogkräfte bei Sturm.

Batteriespeicher in Hochwassergebieten

Und was hat der Speicher mit Hochwasser zu tun? Vor der Aufstellung sollte der Standort auf sein Hochwasserrisiko geprüft werden. In Bereichen mit erhöhtem Risiko sollte der Speicher nicht auf dem Kellerboden stehen, sondern erhöht auf einem Sockel oder in einem höher gelegenen Raum untergebracht werden.

Interesse an einer PV-Anlage in Tirol?

Hier geht's zu unseren Angeboten vom Tiroler Meisterbetrieb.