Intelligente Speicher in der Energiegemeinschaft
Case Study: Wie ein Speicher lernt, im Takt der Energiegemeinschaft zu laden
Ein Speicher, der sich am Bedarf der Energiegemeinschaft orientiert, kann mehr Strom in der Region halten und sich schneller amortisieren als einer, der einfach so früh wie möglich lädt. Ein Mitglied der BEG Raiffeisen Tirol zeigt, wie das in der Praxis aussieht.
Die Ausgangslage
Johann, hat eine PV-Anlage mit 10 kWp und einen 20 kWh Speicher. Wie bei den meisten Anlagen lief der Speicher bislang nach dem klassischen Muster: Sobald am Vormittag genug Sonne da war, hat er geladen – im Sommer meist zwischen 6:30 und 10 Uhr.
Das Problem dabei: Genau in diesem Zeitfenster braucht die Energiegemeinschaft selbst noch viel Strom. Wenn der Speicher zuerst lädt, bleibt für die anderen EEG-Mitglieder weniger PV-Überschuss übrig – und Johann verkauft weniger Strom an die Gemeinschaft, als möglich wäre. Denn gerade in den Sommermonaten besteht bei Energiegemeinschaft oft auch mal in der Mittagszeit ein Energieüberschuss.
Die Lösung
Mit dem neuen Speicherpaket wurde die Ladelogik angepasst:
- Vormittags, wenn die EEG viel Strom braucht, geht der PV-Überschuss zunächst an die Gemeinschaft.
- Der Speicher lädt erst später am Vormittag, wenn der EEG-Bedarf abflacht.
- Abends und nachts entlädt sich der Speicher gezielt - in diesem Fall - auf 20 %, statt ungenutzt halbvoll zu bleiben – der abgegebene Strom wird zum EEG-Einspeisetarif abgenommen.
Für Johann war von der eigenen Seite keine Handlung notwendig – die Umstellung erfolgte über ein im Speicher integriertes Zeitprogramm.
Das Ergebnis
Nach 4 Wochen zeigt sich:
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Rund 22 % mehr Strom blieb in der Energiegemeinschaft, statt ins öffentliche Netz zu fließen. Hochgerechnet auf ein Jahr sind das etwa 2.200 kWh zusätzlich, und das durch ein einziges Mitglied.
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Der eigentliche Hebel entsteht im Zusammenspiel mit flexiblen Tarifen: Wenn der Speicher nicht nur EEG-dienlich, sondern auch preisorientiert lädt und entlädt, verkürzt sich zusätzlich die Amortisationszeit.
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Der Speicher ist weiterhin zuverlässig zur gewünschten Zeit voll, nur eben etwas später am Vormittag.
Hinweis: Die genannten Werte sind Richtwerte auf Basis der bisherigen Laufzeit und können je nach Verbrauch und Jahreszeit variieren.
Was das für dich bedeutet
Wenn du bereits einen Speicher hast oder einen anschaffen möchtest, kann diese EEG-optimierte Logik auch für dich interessant sein – unabhängig davon, ob deine Anlage neu oder bestehend ist.
Interesse an einer kostenlosen Erstanalyse für deinen Speicher? Melde dich einfach per Mail an pv@regenerative.at oder informier dich über unsere Speicherpakete.
Häufig gestellte Fragen
Nicht unbedingt – in vielen Fällen lässt sich die Steuerung bestehender Speicher anpassen. Ob das bei deinem Modell möglich ist, klären wir in der Erstanalyse.
Das hängt von deinem Speicher ab. In manchen Fällen ist die Nachrüstung einer Energiemanagement-System notwendig.
Ziel ist es, dass dein eigener Verbrauch weiterhin Vorrang hat. Die Anpassung betrifft nur den PV-Überschuss, den du nicht selbst brauchst.
Für jede Energiegemeinschaft von Raiffeisen in Tirol.
Stand: Juli 2026 – Angaben werden vor Veröffentlichung mit aktuellen Zahlen geprüft.
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