Die Energiewende beginnt oft im Kleinen, nämlich direkt am eigenen zu hause. Photovoltaikanlagen werden deshalb auch in Tirol für immer mehr Haushalte interessant. Sie ermöglichen es, einen Teil des Strombedarfs selbst zu decken, laufende Energiekosten besser einzuordnen und auf erneuerbare Energie zu setzen. Doch wie funktioniert eine PV-Anlage eigentlich?
Was ist eine PV-Anlage?
Eine Photovoltaikanlage, kurz PV-Anlage, wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Dieser Sonnenstrom kann sofort im Haushalt genutzt oder in einem Batteriespeicher für später zwischengespeichert werden. Wird mehr Strom erzeugt als gerade benötigt, lässt sich die überschüssige Energie ins öffentliche Netz einspeisen oder über eine Energiegemeinschaft mit Nachbarn und lokalen Betrieben teilen. Für viele Haushalte in Tirol ist eine PV-Anlage damit eine interessante Möglichkeit, die eigene Energieversorgung stärker selbst in die Hand zu nehmen.
Wie aus Sonnenlicht, Strom erzeugt wird
Das Herzstück jeder PV-Anlage ist das PV-Modul. Es besteht aus mehreren Solarzellen, die meist aus Silizium gefertigt sind. Trifft Sonnenlicht auf diese Zellen, werden elektrische Ladungen im Material in Bewegung gesetzt. Dadurch entsteht Gleichstrom.
Damit dieser Strom im Haushalt verwendet werden kann, braucht es einen Wechselrichter. Er wandelt den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Erst dann kann die Energie für Geräte im Haushalt genutzt oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Mehrere zusammengeschaltete Module ergeben schließlich die fertige Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Photovoltaik und Solarthermie im Vergleich
Photovoltaik und Solarthermie nutzen beide die Energie der Sonne, verfolgen dabei aber unterschiedliche Ziele. Eine PV-Anlage erzeugt Strom. Eine Solarthermie Anlage erzeugt hingegen Wärme, zum Beispiel für Warmwasser oder zur Unterstützung der Heizung.
Bei der Solarthermie wird eine Wärmeträgerflüssigkeit durch die Sonnenenergie erwärmt und die gewonnene Wärme anschließend an das Heizsystem abgegeben. Photovoltaik liefert dagegen Strom, der sich vielseitig einsetzen lässt, etwa für Haushaltsgeräte, Wärmepumpen oder zum Laden eines Elektroautos.
Funktioniert die PV-Anlage auch ohne direkte Sonneneinstrahlung?
Ja, auch bei bewölktem Himmel kann eine PV Anlage Strom erzeugen. Der Grund dafür ist, dass die Module nicht nur direkte Sonneneinstrahlung, sondern auch diffuses Tageslicht nutzen können. Die Stromproduktion ist an solchen Tagen zwar geringer als bei strahlendem Sonnenschein, sie fällt aber nicht komplett aus.
Nur in der Nacht oder bei starker Verschattung produziert die Anlage keinen Strom. Deshalb können PV-Anlagen auch in Tirol über das ganze Jahr hinweg Energie liefern. Besonders hoch sind die Erträge in den sonnenreichen Monaten, während sie im Winter in der Regel niedriger ausfallen.
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